Zeichentechniken

Auf die richtige Beleuchtung kommt es an

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Porträtzeichnung kann ihre Wirkung auf unterschiedlichen Medien entfalten.

Unterschiedliche Lichtverhältnisse können das Gesicht eines Menschen sehr stark verändern und verschiedene Beleuchtungsvarianten können Ihnen dabei helfen, das Modell auf immer neue Weise zu sehen.

Gesichtsproportionen beim Zeichnen eines Porträt sorgen für ein realistisches Bild.
Licht und Schatten verleihen einem Porträt die entschiedne Tiefe.

Bei dem Schattieren von Portraits haben viele Menschen oftmals Schwierigkeiten, egal ob bei der Platzierung der Schatten oder Intensität der Schatten. Wenn man eine Vorlage aussucht oder selber ein Foto macht sollte man unbedingt darauf achten, dass es viele Schatten gibt. Wenn die Vorlage nur Licht von Vorne hat und wenig Schatten ist es schwieriger die Plastizität darzustellen und das ganze Gesicht wirkt flächiger.

 

Ein Portrait mit vielen Schatten und Kontrasten wirkt immer sofort viel interessanter auf den Betrachter. Schatten und Lichter sind die einzige Möglichkeit ein Portrait sehr plastisch aussehen zu lassen. Man ist als Künstler davon abhängig, dass Schraffuren die Tiefen und Höhen darstellen können.

An dem Beispiel von unserem Karl Marx zeigen wir euch wie man auf grauem Papier mit einem roten Kugelschreiber und einem weißen Pastellstift ganz einfach Plastizität erschaffen kann.

Wir haben eine einfach Bleistiftskizze gemacht und schon die Licht- und Schattenflächen eingezeichnet.  Hierbei kann man unterschiedlich detailliert werden, je nachdem wie sicher man sich fühlt. Es ist nur wichtig, dass man die Schatten so zeichnet wie sie auf der Vorlage zu sehen sind und nicht zu sehr auf seine eigene Vorstellung vertraut.

Bei unserer Zeichnung sind die meisten Schatten auf der linken Seite und überall wo es Tiefe gibt. Mit einer 45 Grad Schraffur kann man locker aus dem Handgelenk die Schatten setzen und auch sehr dichte Linien setzen um es dunkler wirken zu lassen.  Mit der gleichen Technik kann man die Lichter einzeichnen und sich hierbei auf die Teile des Gesichts konzentrieren, die heraus stehen und Licht bekommen. Hierbei muss man auf die Details achten die dem Portrait seine Wirkung verleihen,  wie zum Beispiel die Lichter auf dem Unterlid des Auges und die Schatten neben der Nase.

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Autor: Johanna Atorf, Dozentin Akademie Ruhr
Bilder: Copyright Akademie Ruhr